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Das Ausland würde ganz eindeutig Kerry wählen

Von Rainer Mayerhofer

Politik

Nach Umfragen in zehn Ländern ist Senator John Kerry der klare Favorit des Auslandes. In acht Staaten, in denen diese Umfragen durchgeführt wurden, wäre der demokratische Präsidentschaftskandidat der klare Sieger. Nur in Israel und in Russland würde sich eine Mehrheit für Bush entscheiden.


Auf die Frage, wen sie am liebsten als Sieger der US-Präsidentenwahlen sehen würden, nannten 52 Prozent der Russen und 50 Prozent der Israelis Bush und nur jeweils 48, bzw. 24 Prozent Kerry. Dabei haben 56 Prozent der Russen eine schlechte Meinung von Bush und 51 Prozent eine gute über Kerry.

Ganz anders sahen allerdings die Ergebnisse in den übrigen acht Staaten aus, in denen die Umfrage durchgeführt wurde. 72 Prozent der Franzosen möchten Kerry als neuen US-Präsidenten sehen, 68 Prozent der Südkoreaner, 60 Prozent der Kanadier, 58 Prozent der Spanier, 55 Prozent der Mexikaner, 54 Prozent der Australier, 51 Prozent der Japaner und 50 Prozent der Briten. Bush wollen nur 13 Prozent der Spanier, 16 Prozent der Franzosen, 18 Prozent der Südkoreaner, je 20 Prozent der Kanadier und Mexikaner, 22 Prozent der Briten, 28 Prozent der Australier und 30 Prozent der Japaner für weitere vier Jahre im Weißen Haus sehen.

Mit Ausnahme Israels gaben die Befragten in acht Staaten - in Russland wurde die betreffende Frage nicht gestellt - an, dass sich ihre Meinung über die USA in den letzten zwei, drei Jahren verschlechtert habe. 74 Prozent der Japaner, 70 Prozent der Franzosen, 67 Prozent der Südkoreaner, 64 Prozent der Kanadier, 60 Prozent der Spanier, 56 Prozent der Mexikaner, 54 Prozent der Australier und immerhin 45 Prozent der Briten sind dieser Ansicht, obwohl in allen Ländern eine deutliche Mehrheit eine gute Meinung über die Amerikaner hat.

Wesentlicher Grund für die Umfragewerte ist der Krieg im Irak, der lediglich in Israel von einer klaren Mehrheit von 68 Prozent befürwortet wird. Hingegen meinen 85 Prozent der Südkoreaner, 83 Prozent der Mexikaner, 80 Prozent der Spanier, 77 Prozent der Franzosen, 71 Prozent der Japaner, 67 Prozent der Kanadier und 54 Prozent der Russen, dass die USA keinen Grund hatten, in den Irak einzumarschieren. 80 Prozent der Franzosen, 74 Prozent der Mexikaner, 73 Prozent der Spanier und 54 Prozent der Japaner verneinten die Frage, ob durch den Irak-Krieg der Terrorismus bekämpft werden könne.