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Das Christkind geht heuer ins Netz

Von Sophia Freynschlag

Wirtschaft

Online-Shopper sollten sich mit Bestellungen beeilen.


Wien. Um den vorweihnachtlichen Menschenmassen in den Einkaufsstraßen und Shoppingcentern zu entgehen, besorgen immer mehr Österreicher die Geschenke im Internet.

Hochbetrieb im Lager der Online-Händler: Spielzeug, Elektronik und Bekleidung verschickt Amazon in Großbritannien aus dem 65.000 Quadratmeter großen, neuen Lager in Rugeley.
© Foto: hgm-press

Bis zu 110 Millionen Euro werden hierzulande online für das diesjährige Weihnachtsfest ausgegeben, erwartet der Standortberater Regioplan. Das entspricht sechs Prozent der gesamten Weihnachtsumsätze. "Dies wäre in etwa so viel wie der Weihnachtsumsatz der Mariahilfer Straße und der Shopping City Süd zusammen", sagt Regioplan-Geschäftsführerin Hanna Bomba-Wilhelmi.

Im Buchhandel werden 26 Prozent der Weihnachtsumsätze im Internet erzielt, im Elektrohandel 15 Prozent. In absoluten Zahlen betrachtet, fallen die Onlineumsätze zu Weihnachten in der Elektro- (38 Millionen Euro) und in der Bekleidungsbranche (20 Millionen Euro) am höchsten aus.

Besonders oft werden im Advent Spielwaren, Fernseher, Notebooks, Spielekonsolen und Smartphones bestellt, aber auch Unterwäsche, heißt es vom zweitgrößten Online-Händler in Österreich, Otto (mit dem Marken Otto, Universal und Quelle). "Das Wochenende vor dem Heiligen Abend fällt in diesem Jahr für eine kundenfreundliche Zustellung leider ungünstig, daher können wir nur bei Bestellungen bis Mittwoch, 19. Dezember, garantieren, dass die Bestellung bei lagernden Artikeln vor dem Heiligen Abend zugestellt wird", heißt es von Otto.

Einen Tag früher, am 18. Dezember um 23.59 Uhr, läuft beim umsatzstärksten Händler Amazon die Frist ab, in der eine rechtzeitige Lieferung garantiert wird. Bei einer Expresslieferung kann bis Freitag, 21. Dezember, um 15 Uhr eingekauft werden.

Tchibo sowie der Elektrohändler Conrad liefern lagernde Artikel pünktlich zum Weihnachtsfest, wenn sie bis kommenden Montag bestellt werden. Gegen Aufpreis bietet Conrad eine 24-Stunden-Expresslieferung an.

Post öffnet am 24. Dezember

Die zunehmenden Online-Bestellungen sorgen für mehr Geschäft bei der Post AG: In der Vorweihnachtszeit verdoppelt sich das tägliche Paketvolumen fast auf 400.000 Stück. Innerhalb Österreichs sollten Weihnachtskarten bis 19. Dezember und Pakete bis 18. Dezember verschickt werden. Für Economy-Briefe und Pakete ins Ausland ist diese Frist bereits abgelaufen. Als schnelle, aber teurere Alternative steht das Express Mail Service (EMS) der Post bis 17. Dezember für Sendungen nach Europa und bis 20. Dezember ins Inland zur Verfügung.

Pakete von der Post abholen ist noch am 24. Dezember möglich: Die Öffnungszeiten der Filialen entsprechen den an Samstagen üblichen. Spätestens um 14 Uhr schließen jedoch auch jene Filialen, die sonst länger offen halten.

Und falls es dennoch mit der rechtzeitigen Lieferung nicht geklappt hat, bleiben als letzter Ausweg ausgedruckte oder selbstgeschriebene Gutscheine.

Tipps für den Online-Einkauf

Prüfen Sie die Seriosität des Händlers: Der Anbieter identifiziert sich durch Firmenname, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail, eventuell Kontaktperson und für im Firmenbuch eingetragene Unternehmer durch die Firmenbuchnummer.

Lesen Sie vor dem Kauf die Liefer- und Rückgabemodalitäten.

Viele Online-Shops verschicken Kunden-E-Mails mit einer Zusammenfassung der Kaufdetails. Speichern Sie diese oder drucken Sie diese aus.

Stellen Sie sicher, dass Ihre Kreditkarten-Daten verschlüsselt werden. Darauf weist eine Adresse mit https:// hin oder ein ungebrochener Schlüssel oder Schloss am unteren Rand des Browser-Fensters.

Quellen: www.ombudsmann.at, Visa