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Das Ende der Hollywood-Legenden

Von Verena Franke

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Sie war umwerfend schön, perfekt gekleidet und gestylt, geschmückt mit wertvollem Geschmeide. Bis ins hohe Alter gab es keine Paparazzi-Fotos, die sie etwa im Freizeit-Schlabber-Look - wie heute in Hollywood üblich - gezeigt hätten. Eben eine echte Diva, eben Elizabeth Taylor


Die Reaktionen zu ihrem Tod klingen ähnlich: "Das Ende eine Ära", meint Barbra Streisand, "die letzte der wahren Hollywood-Ikonen", so Joan Collins. Und sie haben recht damit. Denn was Cineasten längst wussten, hat das renommierte American Film Institute (AFI) bereits 1999 veröffentlicht: die Liste der 50 größten Leinwand-Legenden. Katharine Hepburn, Bette Davis und Audrey Hepburn führten sie an, Elizabeth Taylor schaffte es auf Platz sieben. Bei den Männern allen voran: Humphrey Bogart, Cary Grant und James Stewart. Von den 50 Stars sind heute noch fünf am Leben: Lauren Bacall (86), Shirley Temple (82), Sophia Loren (76), Kirk Douglas (94) und Sidney Poitier (84).

Eine Frage drängt sich auf: Wer tritt in die Fußstapfen dieser Stars? Wer besitzt, wie Liz, Schönheit, Leinwandpräsenz, kassiert Millionengagen, tanzt auf acht Hochzeiten, schmückt unzählige Cover, ist Aids-Aktivistin und verhilft manchem Boulevard-Journalisten mit Skandalen über Affären und Alkoholexzesse zu Schlagzeilen? Etwa Angelina Jolie, hört man. Doch können Sie sich Elizabeth Taylor als Lara Croft in "Tomb Raider" vorstellen?