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Das Geschäft mit den Häuslbauern

Von Sissi Eigruber

Wirtschaft

Die Kärntner Sparkasse ist seit fünf Jahren in Slowenien tätig und hat eine Besonderheit aufzuweisen: Es ist eine Bank ohne Schalter, erklärt Geschäftsführer Paul Tautscher die Strategie seines Instituts. Das Motto hier lautet "Wir sind dort, wo Sie sind", so Tautscher im Rahmen eines Pressegesprächs in der slowenischen Niederlassung des österreichischen IT-Unternehmens S&T, das die Kärntner Sparkasse in Slowenien betreut.


"Wir haben von Beginn an alle Mitarbeiter mit Laptop ausgerüstet", erläutert Tautscher. Die nötigen Daten seien jederzeit vom Service-Center verfügbar und würden mit den mobilen Betreuern abgeglichen. So könnten die Berater bei Bedarf auch einen Kreditvertrag vor Ort ausdrucken. Dementsprechend viel investiert die Kärntner Sparkasse in den IT-Bereich: 90% der Investitionskosten in Slowenien gehen in die Informationstechnologie. Heuer werden das rund 2,5 Mill. Euro sein.

Wohnbaufinanzierung und Kredite für Klein- und Mittelbetriebe machen etwa 90% des Slowenien-Geschäfts aus. Der Rest sind in Anspar- und Veranlagungsprodukte. Die Kunden rufen bei einer Hotline an und geben ihre wichtigsten Daten bekannt - es erfolgt das erste Pre-Rating; entsprechen die Angaben bestimmten Kriterien, wird ein Berater hingeschickt. Ab

1. Mai will das Institut neben Kredit- und Sparkonten auch Transaktionskonten (vgl. Girokonto) anbieten. Mit dem Ausbau des Zahlungsverkehrs werde auch eine 24-Stunden-Banking überlegt. Die Entscheidung dafür soll Anfang April fallen. Die Zahl der Kunden soll jedenfalls von derzeit 4.000 auf 50.000 bis Ende 2007 wachsen. Marktanteile will die Kärntner Sparkasse im Zuge des generellen Wirtschaftswachstums gewinnen, aber auch kleinen slowenischen Banken abjagen. Das Institut steht dabei insbesondere im Wettbewerb mit der Nova Ljubljanska Banka, der Bank Austria-Creditanstalt und der Hypo-Alpe-Adria.