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Das Gute einer Winter-WM

Von Matthias Nagl

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"Eigentlich haben wir gutes Wetter erwischt", sagte Austria-Trainer Karl Daxbacher, als seine Spieler beim Trainingsauftakt in der Südstadt bei leichten Plusgraden, Nebel und Nieselregen ihre Runden drehten. Gutes Wetter ist immer relativ.


Natürlich sind solche Bedingungen für Fußballer besser als meterweise Schnee und eisige Temperaturen, an gutes Wetter denken in so einer Szenerie sonst aber nur die Wenigsten. Auch Fußballer sind keine Schlechtwetterfetischisten, ihr Spielkalender zwingt sie aber dazu, im Hochwinter eine Sportart zu betreiben, die sich bei sommerlichen Verhältnissen zweifelsfrei wohler fühlt. So gesehen könnte sich die WM-Vergabe an Katar für Österreich als Glücksfall erweisen. Die Fifa überlegt, die WM in den Winter zu verlegen und den Fußballspielplan nach dem Kalenderjahr auszurichten. Fußball würde zum Sommersport und schlechtes Wetter könnte auch als solches bezeichnet werden.