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Das Märchen vom kleinen Eisbären

Von Ina Weber

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Es war einmal ein Klimagipfel in Kopenhagen, bei dem sich wichtige Vertreter der ganzen Welt versammelten. Die weisen Frauen und Männer kamen von überall her und zerbrachen sich tagelang die Köpfe darüber, wie denn die Welt am besten vor dem riesigen Schmutzmonster zu retten sei. Doch sie konnten sich nicht einigen und so wurde weiterhin nichts getan. In der Zwischenzeit schmolz das Eis in der Arktis. Jedes Jahr gab es viel weniger Eis als im Vorjahr. Der damalige Fernsehsender ORF zeigte an einem Donnerstag "Universum: Arktis - Der Pol des Lebens". Viele sahen damals was passieren würde, wenn sich das Klima weiterhin erwärmte. Den Eisbären sicherte das Eis der Arktis ihr Überleben. Denn nur auf dem Eis konnten sie Robben jagen und damit ihren Nachwuchs ernähren. Und so kam es, dass ein kleiner Eisbär mit seiner Mama auf einem Eisfelsen gefangen war, denn rundherum gab es nur noch Wasser. Der kleine Bär war sehr hungrig und der Sprecher dieses Beitrags schilderte, was mit dem Bären nun passieren würde: "Die Eisbären werden verhungern oder ertrinken und bald wird es keine Eisbären mehr auf der Welt geben."


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Diese Zukunft ist noch nicht eingetreten. Den kleinen Eisbären gibt es noch. Er sitzt noch dort. Jedes Jahr sitzen viele kleine Eisbären in der Arktis und hoffen auf sehr viel Eis - und sie sitzen und warten auf eine Lösung für den Klimawandel. Wieder in der Zwischenzeit gibt es sehr viele Filme und Dokumentationen, die über die Umwelt, den Klimawandel, den kleinen Eisbären informieren. Und der Zuseher kann wiederum nur sitzen und warten und hoffen, dass der Eisbär nicht zum Märchen wird und der Klimawandel ein Happy-End nimmt. *