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Der Erotikfaktor des Erdapfels

Von Christina Böck

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Für viele gilt ja der Spruch: "Mein Lieblingsobst sind Trauben - aber in flüssiger Form." Aber eine Umfrage hat gezeigt, dass das heimische Lieblingsobst reichlich unprätentiös und vor allem gar nicht flüssig ist: Es ist nämlich der Apfel. 90 Prozent der Österreicher geben an, gerne Äpfel zu essen. Davon entscheiden sich wiederum 41 Prozent am liebsten für mehrfarbige Äpfel, 31 Prozent für rote und lediglich 22 Prozent für grüne. Das zeigt natürlich auch, wie oberflächlich die Beziehungen zum Lieblingsobst heutzutage geworden sind. Würde man es wirklich ernst mit der Apfelliebe meinen, dann würde man Antworten bekommen wie: 40 Prozent Maschansker, 30 Prozent Ananasrenetten, 20 Prozent Boskoop und 10 Prozent Klaräpfel.

Apropos Liebe: Eine andere Studie hat nun herausgefunden, mit welchen Lebensmitteln man auf Datingseiten erfolgreich ist. Mit Fotos von Äpfeln macht man da leider eher weniger einen Stich. Am sexyesten machen einen angeblich ausgerechnet Avocados, und noch dazu die aus ihnen hergestellte grünbraune Gatsche Guacamole. Die einzige Frucht, die überhaupt auf der Liste der essbaren Aufrissfaktoren zu finden ist, ist die Banane. Und die verringert die Flirtchancen gleich einmal um fast 40 Prozent.

Wenigstens ein Apfel kann einem aber die Liebe bringen: der Erdapfel. Der Erotikfaktor der Kartoffel war bisher zwar unterschätzt, aber schon Dante Alighieri wusste sie amourös zu besetzen: "Wenn du Liebe hast, spielt es keine Rolle, ob du Kathedralen baust oder in der Küche Kartoffeln schälst."