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Der Hund hat’s überlebt

Von Christina Böck

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Es kann offenbar noch so wild zugehen auf der Welt, Zeit für Kuriositäten bleibt dann doch immer. Auf den Sozialen Medien hat es schon wieder eine Aufregung gegeben, ein Shitstorm hat sich formiert. Das wäre jetzt noch keine Meldung. Allein, die bösen Kommentare haben ein doch recht überraschendes Ziel. Und zwar den britisch-königlichen Nachwuchs George. Der normalerweise mit der Liebe der Öffentlichkeit überschüttete Prinz feierte kürzlich seinen 3. Geburtstag. Zu diesem Anlass wurden neue Fotos veröffentlicht, die auf dem Anwesen von Prinz William geschossen wurden. Auf einem steht George auf einer Schaukel, auf der die Namen seiner Eltern eingraviert sind. Auf einem anderen picknickt der Prinz in seinen obligaten kurzen Hosen mit Familienhund Lupo, dem er freigiebig sein Eis zum Kosten anbietet.

Es überrascht, dass William und seine Frau Kate, die die Bilderinszenierung ihrer Kinder geschickt beherrschen, nicht vorhergesehen haben, dass dieser eingefangene Moment Kritiker auf den Plan rufen wird. In der Tat dauerte es nicht lange, bis Tierschützer erbost anmerkten, dass man Hunden kein Menschenessen geben solle. Andere User waren weniger zimperlich und prangerten "Tierquälerei" einer "Monstermonarchie" an. Es ist freilich eine neue Qualität der ohnehin oft unterirdischen Social-Media-Diskurskultur, wenn schon vor der Verunglimpfung von Dreijährigen nicht mehr zurückgeschreckt wird. Der Spaniel hat übrigens schon mehr als fünf Jahre im royalen Haus überlebt - die Sorge um den Fressnapf kann man also getrost ad acta legen.