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Der Ku-Klux-Klan mordet wieder

Von WZ Online

Politik

Der rassistische Ku-Klux-Klan (KKK), der in der Geschichte der USA für zahlreiche Lynchmorde verantwortlich zeichnet, hat wieder einen Mord begangen. Bei einem Einführungsritual des Klans ist eine Frau erschossen worden, die der Organisation nicht beitreten wollte. Nach Medienberichten machte Sheriff Jack Strain dafür einen 44-jährigen Gruppenführer der Organisation verantwortlich.


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Die Polizei teilte mit, die Frau habe eigentlich der Gruppe beitreten wollen; nachdem sie das Wochenende über an dem Treffen der KKK-Gruppe auf einem abgelegenen Camping-Platz in den Sümpfen von Louisiana teilgenommen hatte, habe sie am Sonntagabend ihre Meinung geändert und gehen wollen. Der Gruppenführer habe die Frau daraufhin niedergeschossen, die Gruppe habe die Leiche an den Rand einer nahe gelegenen Straße gelegt.

Zu den Ritualen gehörten nach Angaben der Polizei, dass der Frau der Kopf kahl rasiert wurde. Außerdem sei die Gruppe "viel mit Fackeln im Wald herumgelaufen", sagte Sherrif Strain vor Journalisten in St. Tammany. Die Frau hatte zu der Gruppe Kontakt im Internet aufgenommen und war aus der Stadt Tulsa im Bundestaat Oklahoma angereist.

Die Polizei kam den Tätern auf die Spur, nachdem der Sohn des Schützen und ein weiteres KKK-Mitglied in einem örtlichen Geschäft nachfragten, wie sie Blutflecken von ihrer Kleidung entfernen könnten. Den Medienberichten zufolge wurde der Gruppenführer wegen Mordes angeklagt, die sieben weiteren KKK-Mitglieder müssen sich wegen Behinderung der Justiz verantworten.

Der Klan

Der Ku-Klux-Klan wurde ursprünglich 1865 gegründet und versuchte mit Mitteln wie die Brandstiftung, körperliche Gewalt, Entführung und Mord schwarze US-Amerikaner an der Ausübung ihrer Bürgerrechte zu hindern.

In jüngerer Zeit bekämpfte der Klan vor allem schwarze Kirchengemeinden. Mehr als 180 Kirchen afroamerikanischer Gemeinden wurden in den letzten Jahren durch Brandanschläge des KKK zerstört.

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