Zum Hauptinhalt springen

Der lange Weg der Frauenbewegung

Von Käthe Kratz per E-Mail

Leserforum

Leserbrief zum Artikel Mit den Waffen der Männer von Berd Vasari vom 05.03.2017


Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 7 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

"Als gebildete Frauen kennen sie (die Frauen des Netzwerks "Sorority", Anm.) die Mechanismen der Medienbranche, die sie zu ihren Gunsten zu nützen versuchen. Es geht so weit, dass jede Antwort in Interviews zur Veröffentlichung intern besprochen wird. Passen die Antworten nicht ins Bild, werden sie abgelehnt, so wie die ,Wiener Zeitung‘ nun selbst erfahren musste", schreibt Herr Vasari.

Kluge Frauen. Sie haben sich dadurch einiges erspart. Zum Beispiel, dass – wie mir widerfahren – ihre Aussagen derart verändert und uminterpretiert werden, dass am Ende eine überraschende Schlussfolgerung lauert: "Der Generationenkonflikt zwischen feministischen Müttern und ihren Töchtern führte zum Bruch in der Frauenbewegung. Er ist der Hauptgrund dafür, warum feministische Organisationen wie Sorority wieder von vorne beginnen müssen." Meint Herr Vasari.

Aha. Es ist also nichts geblieben von der Frauenbewegung der vergangenen Jahrzehnte, der ich seit den 1970er Jahren angehöre. Die Welt stellt sich den Frauen heute genauso dar wie in den 1950er Jahren. Interessant.