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Das Angebot von Magna/Sberbank an Opel umfasste nach zahlreichen Verhandlungsrunden folgende Punkte:
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Eigentümersturktur: Während Magna und der russische Partner Sberbank je 27,5 Prozent halten, soll GM mit 35 Prozent größter Anteilseigner bleiben. Die Mitarbeiter will Magna mit zehn Prozent beteiligen.
Finanzierung: Magna hat Staatshilfen über 4,5 Mrd. Euro gefordert und will selbst 500 Mio. Euro in Opel einbringen. Zuletzt sollten mindestens 350 Mio. Euro davon als Eigenkapital eingebracht werden.
Stellenabbau: Magna will europaweit etwa 10.000 Stellen abbauen. Die deutschen Standorte sollen alle erhalten bleiben.
Einige europäische Werke, etwa die Werke in Antwerpen und Luton, stehen jedoch auf der Kippe. In ganz Europa beschäftigen Opel und die britische Schwester Vauxhall rund 50.000 Mitarbeiter.
Pläne: Das Konsortium um Magna will mit Opel vor allem den russischen Markt erobern. Hier erhofft sich Magna kurzfristig einen Marktanteil von über 20 Prozent.
Dabei zählt die Bietergemeinschaft insbesondere auf die Kompetenz des russischen Herstellers GAZ, der mit zum dem Bieterkonsortium gehört, allerdings keine Kapitalbeteiligung erwerben soll.
Betriebsrat warnt vor Euphorie
Der nordrhein-westfälische Bezirksleiter der IG-Metall, Oliver Burkhard, warnte angesichts der Vereinbarungen vor übergroßer Euphorie.
"Wir machen uns keine Illusionen. Auch mit Magna wird das kein Spaziergang, aber wenigstens steht jetzt die Richtung fest." Die Gewerkschaft halte an ihren Bedingungen fest, ohne die es keine Arbeitnehmerbeiträge geben werde. Zu den Voraussetzungen zählten ein tragfähiges Zukunftskonzept für "New Opel", eine Standort- und Beschäftigungssicherung sowie der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen.
(APA)
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