Zum Hauptinhalt springen

Derzeitige SPÖ-Überpräsenz als Bumerang

Von Bernd Vasari

Kommentare
Bernd Vasari
© WZ

Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 9 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

Die Aktivitäten der Wiener SPÖ haben sich in den vergangenen Wochen merklich erhöht. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht einer der roten Stadtpolitiker in die Kamera lächelt. Vor dem Hintergrund, dass sich die SPÖ das Ziel gesetzt hat, bei der Wahl im kommenden Jahr die absolute Mehrheit zu holen, kann Präsenz eine brauchbare Strategie sein. Vor allem, wenn das Problem der Partei laut eigenen Angaben in der Mobilisierung der eigenen Anhänger steckt.

Eine Präsenz der Präsenz wegen könnte allerdings auch schnell zum Bumerang und als Ideenlosigkeit aufgefasst werden. Ein Beispiel dieser Überpräsenz ist die Eröffnung des Münchner-Oktoberfest-Abklatsches vor dem Riesenrad, wo der als Bürgermeister-Nachfolger gehandelte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) in Lederhose und Trachtengewand den Bieranstich vornahm und sich in Andreas-Gabalier-Manier zwischen zwei "Dirndln" fotografieren ließ.

Auch der am Montag absolvierte Fototermin beim Bildungscampus im Sonnwendviertel fällt in diese Kategorie. Denn der Termin beim Bildungscampus fand bereits zum wiederholten Male statt. Dabei gibt es im Bereich Bildung mehr zu tun, als einen Campus mehrmals zu eröffnen:

Erst vor kurzem erhielt der rot geführte Stadtschulrat von führenden Journalisten den 1. Preis, als "herrlich absurdes Beispiel für die Art und Weise, wie sich Ämter gegen Transparenz wehren". Auch die "Gratis-Nachhilfe" wird immer mehr als Wahlkampfzuckerl, das sein Ziel verfehlt, enttarnt.