Zum Hauptinhalt springen

Die Stunde der Selbstironie

Von Bernhard Baumgartner

Kommentare

Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 16 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

Manchmal liefert das Fernsehen Momente, die ein wenig surreal sind. Nein, die Rede ist hier nicht von der neuen Staffel von Superstars, in der doch tatsächlich ein "Künstler" auftritt, der unter heftigem Gejohle des Publikums den Donauwalzer mit Flatulenzen zum Besten gegen kann - obwohl das freilich auch einmal ein Thema wäre. Doch wir bleiben bodenständig: Im an dieser Stelle immer sehr geschätzten Donnerstalk war zuletzt ein interessantes Phänomen zu sehen. War doch diese Sendung gemeinhin im Audimax der Uni Wien zu Gast, wo sich zur Stunde der Ausstrahlung der Studentenprotest formierte. Zwar war die Sendung gar nicht fürs Audimax geplant, dennoch fehlte einem plötzlich das Flair dieser Location. Dass Alfred Dorfer noch immer die eigenen ORF-Sendungen aufs Korn nehmen darf, ist dafür beruhigend. Diesmal war der "Mentalist" dran, den Andreas Vitásek mit irrem Blick hervorragend gab. Schön, dass Selbstironie im ORF noch möglich ist.