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Die "ultimative Cash-Maschine"

Von Monika Jonasch

Wirtschaft

Das erste Halbjahr 2005 ist für die Telekom Austria-Gruppe (TA) äußerst positiv verlaufen: Es war charakterisiert von Steigerungen bei Nettogewinn und Betriebsergebnis, stabilen Umsätzen und weniger Schulden. Die TA sei zur "ultimativen Cash-Maschine" geworden, so Technik-Vorstand Rudolf Fischer. Den Aktionären winkt heuer eine Dividende von über 44 Cent.


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"Es ist uns gelungen, den Umsatzrückgang im Festnetz durch Zugewinne im Mobilfunk zu kompensieren. Das wirkt sich positiv auf Betriebsergebnis und Nettogewinn aus", meinte TA-Generaldirektor Heinz Sundt am Mittwoch vor Journalisten. Das Festnetz leidet unter der Abwanderung der Sprachtelefonie auf die Handys. Die zunehmende Verbreitung von Breitband-Internet konnte dies teilweise abfedern. In der ersten Jahreshälfte 2005 kamen 111.500 ADSL-Neukunden hinzu, das sind so viele wie im gesamten Vorjahr, betonte Fischer.

Im Mobilfunk konnte die Mobilkom Austria den Abstand zu Nummer 2, T-Mobile, vergrößern. Es sei daher wenig verwunderlich, dass T-Mobile sich da zu einem Konsolidierungsschritt gezwungen gesehen hätte, spielte Mobilkom-Chef Boris Nemsic auf den Kauf von tele.ring an. Er rechnet aber weiter mit intensivem Wettbewerb und niedrigen Tarifen in Österreich. Die Zahl der Handykunden der Gruppe wuchs auf 5 Mio. Kunden (plus 4,7%).

Den Kauf des bulgarischen Mobilfunkers Mobiltel im Juni bezeichnete Sundt als "wichtigsten Schritt, den die Gesellschaft je getätigt hat". Das Wachstum in Österreich sei begrenzt, dies müsse mit Auslandsaktivitäten ausgeglichen werden. Außerdem habe der Erwerb der bulgarischen Mobilfunkers Mobiltel gezeigt, "dass dieses Unternehmen auch ohne strategischen Partner überleben kann", so Sundt. Weitere Akquisitionen plant die Gruppe im Mobilfunkbereich in Serbien und Bosnien. Auch im heimischen Festnetz seien Zukäufe möglich, so Sundt. Besonders hochspezialisierte, kleinere Firmen seien hier von besonderem Interesse.

Für das Gesamtjahr 2005 rechnet man bei der Telekom - dank des Mobiltel-Kaufes und Steuersenkungen - mit einer Verbesserung des Nettoergebnisses um rund 50%. Dies sei aber "konservativ geschätzt", betonte Sundt.

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