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Die Venusianer kommen!

Von Edwin Baumgartner

Kommentare
"Wiener Zeitung"-Klassikexperte Edwin Baumgartner.

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- Ich sage nur: Monophosphan.

- Ja, eh...

- "Ja, eh" ist unpassend. Wir sind doch beide vom Fach. Monophosphan wird künstlich hergestellt oder lässt auf Stoffwechselprozesse schließen...

- Mikrobenflatulenzen, ich weiß...

- Ihr Ansatz ist unwissenschaftlich, um nicht zu sagen: Auf dem Niveau eines Monophosphanmoleküls. Wenn es Stoffwechsel hat, lebt es. Leben auf der Venus! Ist das schön! Wir sind nicht allein im ganzen weiten Universum. Wir haben Brüder und Schwestern...

- Ja, eh: Bruder Sternenstaub und Schwester Aminosäure. Sie schwärmen, mein Bester.

- Wie sollte ich nicht! Die Venus muss jetzt unser vorrangiges Ziel für Forschung und Raumfahrt sein. Wir müssen eine umfangreiche Venus-Mission starten.

- Das war mir von Anfang an klar, dass der Wind daher weht. Bringen die Flüge zum einen Planeten nichts, findet sich ein Gasmolekül auf einem anderen Planeten, und schon müssen wir dorthin fliegen. Um was zu finden? Mikroben mit Verdauungsproblemen!

- Sie sind ein Miesmacher!

- Ich halte mich für einen Realisten. Brauch’ ich eine Bakterie mit Darmkolik? Muss ich hinfliegen, um ihr Verdauungspulver zu verabreichen? Solch ein außermarsianisches Leben können Sie sich auf Ihre Fangarme stecken! Wir haben hier auf unserem schönen Mars noch genug zu entdecken, mein lieber TJ-24. Ich frage mich immer, was noch kommt. Irgendwann behauptet einer von euch noch, auf der Erde gäbe es eine intelligente Spezies.