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Diskonttankstellen von AWI sind insolvent

Von Sophia Freynschlag

Wirtschaft

Hinter geplanter Fortführung steht großes Fragezeichen.


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Wien. Geringe Margen auf Treibstoff haben die Diskont-Tankstellenkette AWI in die Pleite schlittern lassen. Neben dem Preisverfall nennt AWI einen stagnierenden Absatz als Insolvenzursache, zudem konnte sich das Unternehmen nicht erfolgreich als Bedienungstankstelle positionieren.

Die Wiener AWI Mineralölgroßhandel- und Baugesellschaft hat am Mittwoch ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung angemeldet, betroffen sind 41 Dienstnehmer und 1420 Gläubiger. Schulden von 22 Millionen Euro standen Ende 2013 Aktiva von 20 Millionen Euro gegenüber, teilt der Gläubigerschutzverband KSV 1870 mit. AWI verfügt über 53 Tankstellen in Wien, Niederösterreich, Burgenland und der Steiermark. Der Großteil sind Bedienungstankstellen, drei werden als Tankautomaten betrieben.

Die geplante Fortführung hängt von den Lieferanten ab: "AWI will das Geld für die angebotene Quote von 20 Prozent aus der Fortführung erwirtschaften. Das geht nur, wenn Treibstofflieferanten auf offene Rechnung liefern", sagt Tanja Schartel vom KSV. AWI Mineralölgroßhandel wurde 1968 von Alois Windbrechtinger gegründet. Eigentümer sind die Brüder Georg, Christian und Thomas Rosenthal. Seit Ende 2008 haben in Österreich mehr als 300 Tankstellen zugesperrt. Von den derzeit 2500 Standorten sind 550 Automatentankstellen.