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Kleider machen Leute. Und Makeup Topmodels? Nicht immer. Aber für "Austrias Next Topmodel" könnte es allemal reichen, für höhere Zielen wohl nicht. Für die rund 300 Mädels, die sich für die zweite Staffel der Puls4-Sendung beworben haben, geht ein Lebenstraum in Erfüllung. Wen interessiert da schon, ob man der deutschen Sprache mächtig ist oder Untertitel für die Zuschauer mitlaufen müssen. Was zählt im Leben außer der Schönheit?
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So können Zuseher, die sich weder für Fußball, seichte Komödien oder Bauern auf Frauensuche interessieren, aber dennoch bei heimischen Sendern bleiben möchten, 16-Jährigen bei ihren Problemen mit Stöckelschuhen auf Schnee beobachten und erfahren, wie man sich bei rasanter Fahrt im Auto schminkt.
Leider wird auch in dieser Staffel ein allzu präsentes Klischee bedient: Schön, aber dumm. Auch Moderatorin Lena Gercke, Gewinnerin von "Germanys Next Topmodel" 2006, hebt nicht das Niveau der ohnehin spärlichen Textstellen. Ihr Wortschatz geht über "wirklich" oder "Challenge" kaum hinaus. So entwickelt sie sich immer mehr zum Heidi-Klum-Klon, doch ohne deren Charisma. Sie zwinkert in die Kamera, lächelt unmotiviert und hält sich mit Kritik zurück. Schade eigentlich. Denn manchen Trutscherln, pardon, und der Sendung würde ein wenig Würze gut tun.
Positiv überrascht eigentlich nur eine Aussage: "Sie ist zu dünn." Somit ist auch eine Art "Bildungsauftrag" erfüllt in Zeiten der magersüchtigen Models.
Wer wissen will, auf welches Niveau sich dieses Format begeben kann, hat auf Puls4 die Möglichkeit, die "Muttersendung" "Americas Next Topmodel" am späten Abend zu sehen.

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