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Ein kurzer Weg zum straffen Bauch

Von Christa Karas

Wissen

+++ Resektion der Fettschürze. | Neue Methode strafft Bauchdecke in Lokalanästhesie. | Wien. (ch.k.) Die sogenannte Fettschürze gilt als unästhetisch und ist oft Grund für eine Fettabsaugung. In manchen Fällen ist es allerdings nicht möglich, alleine dadurch ein zufrieden stellendes Resultat zu erhalten, etwa wenn die Haut schon zu gedehnt ist.


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In solchen Fällen, erklärt Prof. Dr. Peter Hernuss, Primarius an der Tagesklinik Wien-Döbling, gibt es die Möglichkeit, in Kombination mit der Fettabsaugung eine Bauchdeckenstraffung ohne Narkose durchzuführen. Der Unterbauch wird nach herkömmlicher Art vom Fett abgesaugt, jedoch in einem weit größerem Ausmaß als sonst.

Zu Beginn des insgesamt rund fünf Stunden dauernden Eingriffs werden anästhesierende Pflaster auf die Haut geklebt, welche eine Weile einwirken müssen. Danach ist nicht einmal ein Nadelstich spürbar.

Bei der angewandten Tumeszenz-Technik wird das Lokalanästhetikum mit großen Mengen an Kochsalzlösung und anderen Wirkstoffen gemischt und ganz langsam in das Fettgewebe injiziert. Dadurch quellen die Fettzellen auf und lösen sich somit quasi von selbst vom umliegenden Gewebe.

Nach einer Stunde Einwirkzeit beginnt die eigentliche Behandlung. Da das gesamte Behandlungsareal betäubt ist, spürt der Patient keine Schmerzen. Zuerst werden ganz kleine Hautschnitte angelegt, durch welche abgesaugt wird. Durch die Verwendung von Vibrationskanülen wird das Behandlungsrisiko noch einmal zusätzlich eingeschränkt. Auf Grund der Vibration sucht sich die dünne, stumpfe Kanüle ihren Weg zwischen den Gefäßen und Nerven vorbei zu den Fettzellen, das verhindert in weitgehendem Ausmaß Blutungen und Verletzungen des umliegenden Gewebes.

Nach der Absaugung wird unter örtlicher Betäubung ein ovales Hautstück entfernt, zugenäht und der Bauch dadurch gespannt. Dabei wird kein Unterhautgewebe mit dem Messer zerschnitten, so dass diese Gefahr der altbekannten Fettschürzenresektion wegfällt. Der Patient kann unmittelbar nach der Operation aufstehen, da weder Nerven noch Blutgefäße verletzt oder Stützgewebe der Haut beschädigt werden.

Vorteile dabei sind die hohe medizinische Sicherheit, dass kein Krankenhausaufenthalt nötig ist, die ambulante Durchführbarkeit sowie die kurze Heilungszeit.

Einige kleine Nachteile gibt es schon: Der Hautschnitt reicht quer über den ganzen Unterbauch, wenn auch in einer Höhe, in der sich die Schamhaargrenze oder eine quere Narbe nach Kaiserschnitt befindet. Und: Je nach der Menge des abgesaugten Fetts kann das endgültige Ergebnis erst nach sechs bis zwölf Monaten gesehen werden.

Über all dies sowie Risiken und Nebenwirkungen informiert der Arzt zuvor in einem ausführlichen Beratungsgespräch.

http://www.tagesklinik.at