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Ein Museum als Kultur-Imperium

Von Judith Schmitzberger

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Der Museumskomplex Belvedere strotzt vor historischer Bedeutung. Das Haupthaus ging als Unterzeichnungsort des Staatsvertrages in die Geschichte ein, die Sammlung beherbergt weltweit die meisten Gustav Klimt-Gemälde und ist dadurch konstanter Touristenmagnet.


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Und das gerade in Umbau befindliche 20er-Haus war das erste Museum für moderne Kunst in Wien. Dazu kommen der barocke Garten samt Prunkstall und Orangerie, eine stattliche Barock- und Mittelaltersammlung sowie ein Schauraum für zeitgenössische Kunst im Augarten.

Seit 2007 versucht Direktorin Agnes Husslein-Arco, diese Vielzahl von Schauplätzen und Aufträgen zu einer stimmigen Museumslandschaft zu verknüpfen und dem Bewahren des kulturellen Erbes ebenso Rechnung zu tragen wie jungen Strömungen. Und das mit Erfolg: Kulturministerin Claudia Schmied hat Hussleins Vertrag um weitere fünf Jahre bis Ende 2016 verlängert. "Fad wird mir nicht", kommentierte Husslein selbst die Entscheidung. Und sie wird die nächsten fünf Jahre auch benötigen, um die begonnenen Umstrukturierungen - vor allem die Baustelle 20er-Haus - zu finalisieren.

Im Imperium Belvedere stimmen die Relationen, wachsen viele Elemente zu einem ausgefeilten städtischen Museumskomplex zusammen. Schön, wenn sich das von der gesamten Wiener Museumslandschaft sagen ließe.