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Eine Ausbildung für alle Lehrer

Von Brigitte Pechar

Politik

Schmied und Hahn einig: Titanenprojekt. | Gemeinsame Ausbildung aller Pädagogen an Unis und PHs. | Wien.Künftig müssen alle Pädagogen nach der Erstausbildung eine Induktionsphase, einen Turnus von zwei Jahren, in ihrem Beruf durchlaufen.


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Unterrichtsministerin Claudia Schmied und Wissenschaftsminister Johannes Hahn präsentierten am Freitag gemeinsam mit den Experten der Kommission unter Leitung von Peter Härtel die neue Lehrerausbildung. "Ein Titanenprojekt" beziehungsweise ein "Jahrhundertprojekt" nannten die Minister ihr Vorhaben. Ab Februar will Schmied in eine breite Diskussion mit allen Beteiligten eintreten, umgesetzt soll die neue Lehrerausbildung noch in dieser Legislaturperiode werden. Damit einhergehend wird an einem neuen Dienst- und Besoldungsrecht gearbeitet.

Alle Lehrer - von der Volksschule bis zur AHS - schließen in Zukunft mit einem Bachelor, dem eine Studieneingangsphase vorausgeht, ab. Darauf folgt die Induktionsphase. Und dann der echte Berufseinstieg. Für Spezialanforderungen - wie Integration -, die von den Schulstandorten entwickelt werden, gibt es Weiterbildungsmöglichkeiten.

In allen Schulbereichen - von der Volksschule bis zur Matura - werden an den Schulen Funktionsposten definiert, die eine Master-Ausbildung verlangen. Die Verantwortung für die Notengebung an den Schnittstellen (vierte Klasse Volksschule, Ende der Sekundarstufe I, Matura) erfordert einen Masterabschluss.

Die Ausbildung erfolgt sowohl an den Pädagogischen Hochschulen als auch an den Universitäten, die gemeinsame Programme entwickeln. Eine besondere Erleichterung wird es für Quereinsteiger geben. Das auch deshalb, weil bis 2025 rund 60.000 Lehrer neu aufgenommen werden.

Neu ist auch die Einbeziehung der Kindergartenpädagogen: Zwar genügt für den Berufseinstieg weiterhin die Matura in einer Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik. Aber danach muss der "Turnus" gemacht werden. Für bestimmte Funktionen ist ein Bachelor beziehungsweise Master nötig.