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Eine erotisch-tragische Lichtgestalt

Von Hermann Schlösser

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Der Bankbeamte Mallet (Jean-Louis Trintignant) möchte mit möglichst vielen Frauen schlafen und richtig viel Geld verdienen. Doch erreicht er dieses Ziel nur, weil sein Freund, ein erfolgloser Dichter (Jean-Pierre Cassel), ihm zeigt, wie er dabei vorgehen muss.


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Michel Devilles "Das wilde Schaf" (1973) ist gewiss ein etwas gekünstelter, nicht restlos überzeugender Film. Dass er trotzdem noch sehenswert ist, liegt an den guten Darstellern, und noch mehr an zwei grandiosen Darstellerinnen: Zum einen ist da Jane Birkin, die ideale Verkörperung einer verruchten Kindfrau.

Zum anderen gibt es eine edle Philosophengattin, die Mallets Verführungskünsten verfällt, und dafür von ihrem eifersüchtigen Gatten erschossen wird. Wer hätte diese erotisch-tragische Lichtgestalt besser spielen können als Romy Schneider, die dieser Tage 70 Jahre alt geworden wäre? Ihr zu Ehren wurde der alte Film am Donnerstagabend in 3sat auch gezeigt.