Zum Hauptinhalt springen

Eine Frage der Klasse

Von Tamara Arthofer

Kommentare
Tamara Arthofer
Tamara Arthofer ist Sport-Ressortleiterin.

Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 11 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

Alles neu macht der September. Für Red Bull Salzburg beginnt die Saison jetzt so richtig, verkündete man voller Elan vor dem Bundesliga-Spiel gegen die SV Ried - und tatsächlich ist so ziemlich alles neu. Mit der Vorjahresmannschaft hat jenes Team, das die Saison von nun an bestreiten soll, jedenfalls nichts gemein. Zum neuen Sportdirektor Ralf Rangnick, neuen Trainer Roger Schmidt (und zusätzlichen neuen Entscheidungsträgern) kamen acht neue Legionäre, der beste Spieler der Vorsaison wurde nach Russland geschickt, fünf hoch bezahlte Spieler mit laufenden Verträgen müssen nun bei Liefering trainieren. Fehlende Klasse, lautet das Stichwort, das Rangnick bemüht. Dabei war die Bilanz des Vorjahres inklusive Double und Europa-League-K.o.-Runde jetzt auch nicht so schlecht. Trotzdem: Nicht schlecht ist halt nicht gut genug. Es habe eben nicht viele gegeben, die den internationalen Ansprüchen genügen würden. Da ist es ja nur positiv für die jetzigen Spieler, dass es bis zu den nächsten internationalen Auftritten noch knapp ein Jahr hin ist. Wenn sie nicht vorher ausgetauscht werden - wenn auch ihnen die Klasse fehlt. Doch angesichts der Hire-and-Fire-Politik des Klubs fragt man sich schon, wie weit es damit in der Führungsetage her ist.