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EM-Fan-Zone: Uni überlegt Verlegung von Prüfungen

Von Bernhard Baumgartner

Wissen

Hauptgebäude grenzt an Fanmeile. | Derzeit Gespräche mit Veranstaltern. | Wenn am 7. Juni 2008 unter reger Anteilnahme der Fans in Wien die Fußball-EM angepfiffen wird, kann es für Studenten und Lehrende an der Uni Wien laut werden: Denn das Hauptgebäude der größten Universität Wiens liegt genau neben der Fanzone am Rathausplatz. Am Ring, also genau vor dem Hauptgebäude der Uni, ist nach derzeitigem Stand einer der beiden großen Busparkplätze geplant. Daher überlegt man nun in der Universität entsprechende Maßnahmen, um den Betrieb dennoch abwickeln zu können.


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Das Problem dabei ist vor allem die zu erwartende Lärmbelastung durch die Fanzone: "Wir führen derzeit sehr intensive und konstruktive Gespräche mit den Veranstaltern, um eine Lösung zu finden", so Uni-Sprecherin Cornelia Blum zur "Wiener Zeitung".

An eine Absage der Lehrveranstaltungen wegen des Lärmpegels will man derzeit noch nicht denken, sagt Blum. Man überlege aber, "Prüfungen in den anderen Flügel des Hauses zu verlegen". Denn Ende Juni ist die Zeit, bei der an der Uni die meisten Prüfungen abgehalten werden. Auch Verlegungen in andere Gebäude der Universität Wien sind denkbar, aber schwierig. In den meisten Hörsälen wird von 8 bis 20 Uhr unterrichtet, Leerstände sind selten.

Das Hauptgebäude der Uni ist nicht nur Verwaltungsgebäude, sondern auch noch immer eine der zentralen Stätten des Unterrichts. In den mehreren Dutzend Hörsälen (darunter das Audi Max) des Hauses werden täglich von früh bis spät mehr als zehntausend Studenten unterrichtet.

Die Wiener Ringstraße soll übrigens bei der EM abends schon ab der Oper für den Verkehr gesperrt werden. Laut Medienberichten will man damit die Zu- und Abfahrt von Reisebussen ermöglichen. Der Verkehr wird umgeleitet.