Zum Hauptinhalt springen

EU und NATO auf Tuchfühlung

Von Heike Hausensteiner

Europaarchiv

Während die NATO-Minister in Brüssel mit den EU-Außenministern u.a. über die EU-Eingreiftruppe und die Beziehung zu Russland berieten, ist Präsident Putin seinerseits initiativ, um Russlands Beziehungen zur EU und zur NATO zu stärken.


Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 22 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

Nach Vermittlung durch die USA und Großbritannien scheint der Streit mit der Türkei um einen Zugriff der EU auf militärische Kapazitäten der NATO beigelegt. Die USA nützen derzeit im Afghanistan-Krieg Militärbasen in der Türkei. Am Wochenende hatte das NATO-Land signalisiert, seine Blockadehaltung aufgeben zu wollen (siehe auch Bericht unten). Die rasche EU-Eingreiftruppe wird am Montag auch ein Thema beim Rat für Allgemeine Angelegenheiten der EU-Außenminister sein. Eine definitive Entscheidung dürfte beim EU-Gipfel nächste Woche in Laeken fallen.

Durch engere Beziehungen Russlands zur NATO und EU würden sich Europas Bürger sicherer fühlen. Von einer erweiterten NATO hätten sie hingegen weniger Vorteile, erklärte Präsident Putin vor seinem Besuch in Griechenland, dem zweiten christlich-orthodoxen Land. Russland wolle "mit den entstehenden Sicherheitssystemen auf dem europäischen Kontinent", kooperieren.

Putin wird seinen Griechenland-Besuch auch zu wirtschaftlichen Zwecken nutzen. Dazu gehören die Errichtung einer Pipeline sowie Kooperationsabkommen.