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Die Regierungsumbildung in Saudi-Arabien wird nicht viel nützen, so lange viele junge Saudis mit der Propaganda des IS sympathisieren.
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Saudi-Arabien, das Außenstehende oft irritiert mit seiner langsamen und undurchsichtigen Art zu regieren, bewegt sich unter seinem neuen Monarchen, König Salman, erstaunlich schnell, um die Regierung zu modernisieren und Beamte aus ihren Ämtern zu entfernen, die als Minderleister gelten. Der Architekt dieser Regierungsumkremplung ist Verteidigungsminister Mohammed bin Salman, der energische, westlich orientierte 34 Jahre alte Sohn des Königs. Er soll die Nachfolge in den Wochen vor dem Tod von König Abdullah sorgfältig geplant haben.
Die Veränderungen dürften die Beziehungen zu den USA vertiefen und Saudi-Arabien zu einem verlässlicheren Partner in Sachen Sicherheit machen. An saudischen Maßstäben gemessen ist der Wandel außergewöhnlich. Zu den Reformen gehört eine Serie von königlichen Erlässen zur Entfernung von einigen hochrangigen Prinzen aus ihren Ämtern und zum Zurechtstutzen der schwerfälligen saudischen Bürokratie. Ein Dutzend Ausschüsse wurden abgeschafft.
Die Kontrolle von Mohammed bin Nayef, Innenminister und enger Verbündeter der USA, über den saudischen Geheimdienst wurde gestärkt durch die Entlassung von Prinz Khaled bin Bandar, der sich abgemüht hatte, den schwachen Auslandsspionagedienst zu verbessern. Er wird ersetzt durch General Khaled bin Ali al-Humaidan, der kein Mitglied der Königsfamilie ist, stellvertretender Leiter der Saudiversion des US-Inlandsgeheimdienstes FBI war und enge Beziehungen zu den USA unterhält. Diese Veränderungen sollen offenbar den ausländischen und inländischen Geheimdienst besser verbinden und die Beziehungen beider zu Washington ausbauen.
Ein weiterer Schlüsselbereich der Reformen ist Bildung. Zwei parallele Bildungsministerien wurden zusammengelegt und der Kontrolle von Azzam al-Dakhil unterstellt - ein Technokrat mit Hochschulabschlüssen aus den USA und Großbritannien. Gutes Bildungsmanagement gilt als entscheidender Faktor bei der Bekämpfung von Extremismus junger Saudis.
"Ein Quantensprung" seien die Reformen, schrieb Salman Aldossary in "Asharq al-Awsat", einer arabischen in London erscheinenden Zeitung im Besitz der saudischen Königsfamilie: "Wir erhoffen und erwarten, das Niveau der Regierungsfunktionen zu verbessern, Stück für Stück, und die Fehler zu verringern, täglich."
Viele Maßnahmen des neuen saudischen Regimes scheinen positiv, hier aber eine warnende Anmerkung: Das Königreich ist ein großer, junger, unruhiger Staat mit sinkenden Öleinnahmen - von den instabilen Nachbarn ganz zu schweigen. Die Anziehungskraft von islamistischem Extremismus auf einige junge Saudis wird in sozialen Medien sichtbar.
Der Islamische Staat verkörpert einen abenteuerlustigen, romantischen und gewalttätigen Aktivismus für jene, die sich nach Einbindung in die Welt sehnen. Die größte Herausforderung der neuen saudischen Führung ist, diese jungen Menschen einzubinden und zu motivieren. Gelingt das nicht, wird die Regierungsumbildung auch nicht viel nützen.
Übersetzung: Redaktion

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