)
Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 20 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.
Drei Wochen nach FPÖ-Obmann Strache hat SPÖ-Chef Gusenbauer Sonntag wieder daran erinnert, dass man über eine Reform der TV-"Pressestunde" nachdenken sollte. Für den SPÖ-Spitzenkandidaten lief es blendend, er konnte nicht nur seine undifferenzierten Totschlagbehauptungen gegen die Regierung anbringen, sondern auch die Show "Das schöne neue Österreich unter Bundeskanzler Gusenbauer" abziehen.
Aber wie sich seine Visionen zur Realität verhalten, konnten die beiden fragenden Top-Journalisten beim besten Willen nicht ausloten. Denn die Zeiten sind vorbei, da harte Journalistenfragen überraschte Politiker noch zur Preisgabe unangenehmer Wahrheiten verleiten konnten. Übrig blieben die Zuseher bei verwirrendem Millionen-Jonglieren und der Vertröstung der Finanzierungsfrage auf einen ominösen "Kassasturz" nach den Wahlen.
Es wäre wohl besser, Politikerpräsentationen mit Verlautbarungscharakter durch Interviews zu wenigen Themen zu ersetzen, dabei aber wirklich in die Faktentiefe zu gehen und die Politiker nicht so leicht mit ihren gekonnten Tricks entkommen zu lassen.
)
)
)
)