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Fankommunikation

Von Simon Rosner

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Das Fußballwörterbuch kennt den Heimvorteil, nicht aber den Heimnachteil. Dabei gibt es den auch. Siehe das 2:0 gegen Kasachstan. Als die Zuschauer zu pfeifen begannen, reagierte das ÖFB-Team mit Hektik, die Spieler verkrampften, die Qualität der Angriffe verschlechterte sich. Umso wichtiger ist die Kommunikation mit den Fans. Ein Spieler, der einem zu weiten Pass trotzdem nachsprintet, gibt den Fans zu verstehen, alles zu geben und zu kämpfen. Auch die Blutgrätsche wird auf den Rängen so verstanden. Das ist zwar purer Populismus und meist wenig zielführend. Aber wenn aus dem Heimnachteil damit ein Vorteil wird, ist auch dieses Mittel recht.