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Fatwa gegen Selbstmord-Attentate

Von WZ Online

Politik

Am Sonntag hat die größte Organisation sunnitischer Muslime in Großbritannien den Terror verurteilt. Der Rat der Sunniten erklärte in einer Fatwa, einem verbindlichen Religionsedikt, dass die Anschläge die Grundsätze des Islams verletzt hätten.


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Jede Art von Selbstmord-Anschlag sei ein Verstoß gegen den Koran, hieß es in der in Birmingham veröffentlichten Erklärung.

"Wer hat irgendjemandem das Recht gegeben, andere zu töten? Das ist eine Sünde. Jeder, der Selbstmord begeht, kommt in die Hölle", erklärte Mufti Muhammad Gul Rehman Qadri, der Vorsitzende des Rats der Sunniten. "Was in London geschehen ist, ist ein Sakrileg. Es ist eine Sünde, sich oder anderen das Leben zu nehmen." Die Verurteilung der Taten richtet sich ausdrücklich auch gegen die Hintermänner der Anschläge.

Polizei korrigiert Meldung

Die britische Polizei korrigierte am Sonntagabend eine zuvor verbreitete Meldung, wonach in der nordenglischen Industriestadt Leeds sechs Personen unter Terrorverdacht festgenommen worden seien. Bei den Personen bestehe der Verdacht auf ein Vergehen im Zusammenhang mit Einwanderungsgesetzen, hieß es.

Die Zahl der Anschlagsopfer stieg auf 55. Sechs Menschen befinden sich noch in kritischem Zustand. Insgesamt wurden 700 Menschen verletzt.

(Quelle: APA)