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Freude an durstigen Kehlen

Von Christine Zeiner

Wirtschaft

Im vergangenen Jahr wurden um 8 Mill. Krügerl mehr Ottakringer Bier getrunken als 2002. Rein statistisch hat sich damit fast jeder Österreicher an einem zusätzlichen Krügerl gütlich getan. Diesen "Bierbauch-Zuwachs" bzw. die Absatzsteigerung von 7,5% gab gestern der Vorstand der Ottakringer Brauerei AG im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt.


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Zum Vergleich: Die gesamte heimische Bierbranche ist 2003 um 1,6% gewachsen. Die nach Heineken/Brau Union und Stiegl drittgrößte Brauerei Österreichs (bzw. zweitgrößte Brauerei in österreichischem Besitz) braute im Vorjahr für heimischen Verbrauch und Export 591.300 Hektoliter Bier. In Ungarn sei Ottakringer "sehr stark" mit den Marken Ottakringer und Goldfassl vertreten, sagte Vorstandsmitglied Christiane Wenckheim. "Wir blicken natürlich auch in Richtung Bratislava." Traditionell weist Ottakringer in Wien den höchsten Marktanteil mit 17,4% auf. "Unser Kerngebiet ist Ostösterreich - dass wir nicht in allen Tiroler Bergen herumkrabbeln, ist richtig. Wir wollen uns nicht einen Hut aufsetzen, der uns nicht passt", betonte Vorstandsvorsitzender Siegfried Menz.

Wahrzeichen Krügerl?

Passend zum Kerngebiet ist folgender Plan: "Wir wollen ein Wahrzeichen wie der Stephansdom und das Riesenrad werden", verkündete Wenckheim. Das soll u.a. mit Marketing sowie den demnächst eröffneten "Shops" erreicht werden. Dafür soll es auch mehr Mitarbeiter geben. Insgesamtbeschäftigt Ottakringer derzeit 322 Mitarbeiter - dieser Stand soll laut Menz gehalten werden.

Über den Rückkauf des 19%-igen Aktienpakets von Heineken (BBAG) gebe es derzeit keine Gespräche. "Falls Heineken verkaufen will, werden wird kaufen", meinte Menz, der den Konzernumsatz mit 85 (nach 80,9) Mill. Euro angab. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) sei über der 2-Mill.-Marke gelegen.