Zum Hauptinhalt springen

Frühe Form der Nachwuchsforschung

Von Petra Tempfer

Politik

Kinderuni findet großen Zuspruch, diese Woche tourt sie durch Niederösterreich.


Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 11 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

Wien. "Wie kann Wasser aufwärts fließen?" "Wie funktioniert eine Rakete?" Fragen wie diese werden an der "Kinderuni on Tour" beantwortet, die diese Woche in Niederösterreich unterwegs ist. Im Vorjahr startete das Kinderbüro der Uni Wien, das seit 2007 jeden August die "Kinderuni on Tour" in Wiener Parks veranstaltet, mit seiner ersten Reise durch Niederösterreich. Damals meldeten sich laut Christine Ehardt vom Kinderbüro 400 Schüler an - dieses Jahr seien es 600.

Bereits zur fixen Einrichtung ist die ebenfalls vom Kinderbüro organisierte "KinderuniWien" geworden, die seit 2002 jeden Sommer an den Wiener Universitäten stattfindet und heuer rund 4000 Besucher zählte. Mittlerweile bieten fast alle Universitätsstädte Österreichs Kinderunis an.

"Der Zuspruch ist enorm", sagt Ehardt im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Die Idee dahinter: "Kindern Lust aufs Forschen zu machen. Die Kinderuni ist eine frühe Form der Nachwuchsforschung, um die Wissenschafter der Zukunft zu sichern."

Uni für Kinder aus bildungsfernen Schichten

Zielpublikum der "Kinderuni on Tour" in Niederösterreich seien Volksschüler vor allem aus bildungsfernen Schichten, entlegenen Dörfern oder Städten. Sie reisen mit ihren Lehrern zu den Vorlesungen und Exkursionen etwa im Nationalpark Donau-Auen an.

Sowohl der Besuch der "Kinderuni on Tour" als auch die "KinderuniWien" sind kostenlos - sie werden unter anderem von der Stadt Wien und dem Wissenschaftsministerium unterstützt. Laut Ehardt ist angedacht, die Tour künftig durch weitere Bundesländer zu schicken. Ach ja - und wer weiß jetzt eigentlich, wie Wasser aufwärts fließen kann?