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Generali erzielte 1999 einen Rekord-Jahresüberschuss

Von Christina Weniger

Wirtschaft

Über einen Jahresüberschuss auf Rekordniveau für 1999 kann sich der in Zentral- und Osteuropa tätige Versicherungskonzern Generali Vienna-Group freuen. Weitere Highlights seien die Fusion der | beiden ungarischen Gruppengesellschaften sowie der Einstieg in den polnischen Markt gewesen, sagte Generali-Chef Dietrich Karner gestern in der Bilanzpressekonferenz.


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Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) stieg um 17,9% auf knapp 1,2 Mrd. Schilling, der Jahresüberschuss kletterte um 16,4% auf 815,4 Mill. Schilling. Die Dividende soll daher 25%

auf 25 Schilling erhöht werden.

Außerdem wolle der Vorstand der Hauptversammlung ein Aktienrückkaufprogramm vorschlagen, erklärte Karner, da die Generali Holding Vienna-Aktie unterbewertet sei. Das Ausmaß des Ankaufes stehe noch

nicht fest, es werde jedoch nicht den gesamten Streubesitz von 10% betreffen.

Heuer sollen die Ostexpansion und das Wachstum der Sparte Lebensversicherung vorangetrieben werden. Seit 1990 hat die Gruppe rund 2 Mrd. Schilling in den Ost-Aufbau gesteckt, weitere 500 bis 600

Mill. Schilling sollen folgen. Als neuen Markt hat man nun auch Kroatien im Visier. Beim Prämienwachstum will man an 1999 anknüpfen, wobei in Österreich auch der Nicht-Leben-Sektor zulegen soll. Das

Ergebnis von 1999 wird man nicht mehr erreichen können, da der Verkauf der max.mobil-Anteile einmalig über 1 Mrd. Schilling brachte.

Die anstehende Privatisierung der Österreichischen Postsparkasse (P.S.K.) sei kein Thema für die Generali, da sie auch für ihre Partnerbanken keines sei, sagte Karner. Sehr gut gelaufen sei die

Vertriebskooperation mit der Drei-Banken-Gruppe (Oberbank/BTV/BKS), die über 480 Mill. Schilling an Prämie brachte.

Insgesamt verlegt sich der Schwerpunkt weiter auf die Lebensversicherung, deren Anteil an den gesamten Einnahmen 1999 auf 30%(28%) wuchs. Der Anteil des Kfz-Bereiches sank dagegen auf 28% (30%).

Mehr als 11% der Gesamtprämie der Generali-Gruppe kommen bereits von den ausländischen Märkten. Dieser Anteil solle schrittweise auf 25% klettern, betonte Karner. In Ungarn habe man mittlerweile mit

16,8% Marktanteil den 2. Platz nach der Hungaria (29,4%), aber noch vor Aegon (16,2%) erreicht. In Tschechien, dem zweitwichtigsten Auslandsmarkt, halte die Generali 2,1% Marktanteil, in der neuen

Auto-Sparte sind es jedoch bereits 2,7%. In Polen wolle man in den nächsten 5 Jahren unter die sechs größten Versicherer kommen. Eine Akquisition sei dabei nicht ausgeschlossen.