Zum Hauptinhalt springen

Getränkefirmen jubeln über Hitze

Von Sophia Freynschlag

Wirtschaft

Mineral, Radler und alkoholfreies Bier sind die beliebtesten Durstlöscher.


Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 10 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

Wien. Steigt das Quecksilber, sprudelt der Getränkeabsatz. Bei Temperaturen über 30 Grad greifen die Österreicher vermehrt zu Wasser, heißt es vom Getränkehersteller Coca-Cola Hellenic, der auch Römerquelle Mineralwasser abfüllt. Bei Vöslauer verkaufen sich bei Hitze Wasserflaschen zum Mitnehmen und die Sorte Zitrone-Ingwer besonders gut.

Neben Mineralwasser greifen die Österreicher bei Hitze gern zu Radler und alkoholfreiem Bier. Die Sonne tut dem Umsatz der Brau Union gut, sagt Sprecherin Gabriela Maria Straka: "Je heißer, desto besser. Ab 30 Grad steigt der Absatz von Radler und alkoholfreien Getränken deutlich." Die Privatbrauerei Egger meldet für Juli 35 Prozent mehr Absatz als im Vorjahresmonat - dank Hitzewelle und Exportplus. Die Salzburger Privatbrauerei Stiegl steigerte ihren Absatz im Juli, dem sonnigsten Monat seit Aufzeichnungsbeginn, um rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Brauereien wollen Minus vom Jahresbeginn wettmachen

"Der alte Spruch, Petrus ist unser bester Verkäufer, ist nach wie vor gültig", sagt Günther Guder vom Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels. Im ersten Halbjahr ließ das Wetter mit Kälte und Regen die Hersteller jedoch im Stich: Der Absatz in Österreich sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,7 Prozent auf 12,6 Millionen Hektoliter. Der Bierabsatz ging um 3,2 Prozent zurück, bei alkoholfreiem Bier gab es hingegen ein dickes Plus. Mit neuen Radler-Varianten - von Orange bis "Hugo" - wollen Brauereien zudem Kunden gewinnen, die sonst kaum Bier trinken.

Zulegen konnte auch Eistee, der sich laut Hersteller Pfanner ebenfalls besonders bei Hitze gut verkauft. Limonadenproduzenten wollen mit ausgefallenen Sorten punkten - von Fritz-Kola Melone über Bionade Litschi bis zu Flüx mit Aroniabeere von Stiegl. Von Limonaden wurden jedoch im ersten Halbjahr 6,5 Prozent weniger abgesetzt, pro Jahr trinkt ein Österreicher durchschnittlich immerhin 95 Liter Limonade.