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"Gleicher Preis wie die ÖBB"

Von Franz Steinbauer

Wirtschaft

Wien. Das private Eisenbahnunternehmen Westbahn will den Konkurrenzkampf mit den ÖBB vor allem über die Qualität der Züge aufnehmen. Die zur Hälfte dem Baulöwen Hans Peter Haselsteiner gehörende Westbahn GmbH startet im Dezember 2011 zwischen Wien und Salzburg. Wer geglaubt hat, dass er dann weniger für die Zugfahrkarte zahlen muss, wird enttäuscht: "Wir wollen immer zum gleichen Preis anbieten wie die ÖBB", erklärte der Hälfteeigentümer des Unternehmens, der frühere Co-Chef des ÖBB-Personenverkehrs Stefan Wehinger, der nun die Geschicke der Westbahn lenkt. Man werde die Preissprünge der ÖBB - egal ob nach oben oder unten - mitmachen. "Wenn die ÖBB mit dem Preis fünf Prozent runter geht, gehen wir auch fünf Prozent runter."


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Wehinger gab bei der diesjährigen Schienenverkehrstagung des Seminarveranstalters Business-Circle einen Teil seines Rezepts preis, wie er künftig Kunden gewinnen möchte: "Funktionierende Klimaanlagen" und "saubere Klos" seien das Um und Auf.

Im Endausbau sind bei der Privatbahn 250 Mitarbeiter vorgesehen, 220 davon für den direkten Kundenkontakt, 30 für die Verwaltung. Gefahren wird mit sieben Zügen der Marke Stadler, die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 120 Mio. Euro. Die Fahrzeit Wien-Salzburg soll bei fünf bis sieben Haltestellen rund 2 Stunden 50 Minuten betragen. Zum Vergleich: Die ÖBB brauchen derzeit für die gleiche Strecke mit ihrem Vorzeigezug Railjet

2 Stunden 38 Minuten.