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Gnadenloser Rap

Von Francesco Campagner

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Österreichs Skifahrer müssen sich nunmehr auf einen neuen Bewerb gefaßt machen, der allerdings ohne Medaillen, Weltcuppunkte oder Kristallkugeln auskommt. Der ORF fordert die ÖSV-Asse zu

einem Word-Rap-Duell, bei dem der Zuseher auf seine Kosten kommen soll. Die erste, die sich zum lustigen Spiel einfinden mußte, war am Donnerstag vor der Übertragung des Super-G Alexandra Meißnitzer,

die diese moderne Marterform über sich ergehen ließ. Dabei bietet dieses Unterfangen ja zahllose Möglichkeiten, das Publikum wirklich zu erheitern. Wenn Begriffe wie Partnerschaft, Sex, Glaube und

Geld genannt werden, darf schon frisch von der Leber weg kombiniert werden. Nehmen wir etwa den schlüpfrigsten Begriff, Geld, und rappen wir ein bißchen dahin.

Unanständig: Ich vertraue der Bank XY. Die Bank für Sieger.

Hemmungslos: Gerne. Geben Sie nur her.

Schüchtern: Über Intimes rede ich nicht so gerne.

Neidvoll: Ich heiße nicht Maier.

Paranoid: Was wollen Sie von mir? Ich leihe Ihnen nichts!

Erfahren: Wichtig ist die gute Anlage. Auch während der Saison verfolge ich die Börsenberichte sehr genau und bin im ständigen Kontakt mit meinem Vermögensverwalter. Ohne "Financial Times" geht

gar nichts. Wenn die Märkte . . .

Unbeholfen: Da müssen Sie mit meinem Manager reden.

Windig: Da reden wir ohne Kameras drüber, gell?

Wort-Rap macht Spaß, oder?