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Grasser heuert als oberster Aufseher bei C-Quadrat an

Von Karl Leban

Wirtschaft

Neue Funktion bei börsenotiertem Vermögensverwalter. | Entscheidung für Vollzeit-Job in den nächsten Wochen. | Wien. (kle) Nach seiner siebenjährigen Amtszeit als Finanzminister hat sich Karl-Heinz Grasser nunmehr den ersten Job in der Privatwirtschaft geangelt. Am Freitag nimmt der Ex-Spitzenpolitiker bei dem Wiener Vermögensverwalter C-Quadrat im Chefsessel des Aufsichtsrates Platz. Dort löst Grasser den bisherigen Vorsitzenden Marcus Mautner-Markhof (aus der einstigen Senf-Dynastie) ab.


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Zur hauptberuflichen Tätigkeit des 38-Jährigen wird die neue Funktion allerdings nicht. Welchen Vollzeit-Job er in Zukunft antreten wird, hält Grasser noch geheim. "Was es wird, werde ich in den nächsten Wochen entscheiden", sagte er gestern, Dienstag, vor der Presse. In Frage kommen Top-Jobs im In- und Ausland - in der Industrie, in der Private-Equity-Branche und im Investmentbanking.

Nach einer Fülle von Angeboten in den letzten Monaten ist Grasser zur Zeit mit drei bis vier Firmen in konkreten Gesprächen. Namen nennt er freilich keine.

Kleinen Anteil im Auge

Bei C-Quadrat will Grasser sein Know-how als aktiver Aufsichtsratschef einbringen und dem seit Herbst an der Frankfurter Börse notierten Unternehmen mit Rat und Tat bei dessen Wachstumskurs zur Seite stehen.

Dabei will er sich auch "substanziell mit ein paar Prozent" beteiligen. An der Börse bringt C-Quadrat aktuell einen Gesamtwert von 212 Mio. Euro auf die Waage. Für jedes Prozent muss Grasser demnach mehr als 2 Mio. Euro berappen.

C-Quadrat, vor 16 Jahren von Alexander Schütz und Thomas Rieß gegründet (sie halten auch die Mehrheit), managt ein Kundenvermögen von 4,9 Mrd. Euro. Geschäftlich ist der Fokus auf fondsgebundene Lebensversicherungen gerichtet. Die Fondsgesellschaft (4,7 Mio. Euro Gewinn 2006) hat etwa 100.000 Kunden.

Eine Rückkehr in die Politik schließt Grasser dezidiert aus: "Ich freue mich, dass die Parteipolitik hinter mir liegt."