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"Haben aus den Fehlern der Gastarbeitergeneration gelernt"

Von Von Hanna Corsini

Politik

Im Mittelpunkt stehen Informationsmodule, welche von Muttersprachlern zu diversen Themen zwei Mal pro Woche angeboten werden.


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Seit 2008 richtet sich das Projekt ‚StartWien‘ Zuwandern in der Stadt. Nun wird es auch für Flüchtlinge erweitert, wie Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger am Mittwoch erklärte. "Wir gehen davon aus, dass diese Menschen gekommen sind, um längere Zeit zu bleiben". Deshalb sei es wichtig, nicht nur Schutz anzubieten, sondern auch Flüchtlinge dabei zu unterstützen, "sich schnell in Wien zurechtzufinden", so die Stadträtin. Und es soll kein Unterschied zwischen Asylwerber und Asylberechtigter gemacht werden: "Wir haben aus den Fehlern der Gastarbeitergeneration gelernt", bekräftige Frauenberger. Mehrere Monate können zwischen Asylantrag und effektive Genehmigung vergehen: Diese Zeit solle nicht verloren gehen.

Im Mittelpunkt des Projektes stehen Informationsmodule, welche von Muttersprachlern (jeweils ein Mann und eine Frau pro Kurs) zu diversen Themen zwei Mal pro Woche angeboten werden. Wie eine Mitarbeiterin der MA 17 (Integration und Diversität) erzählte, beschäftigen sich die Kurse mit Themen wie: Zusammenleben, Bildung, Gesundheit, Wohnen und Soziales. "Wir wollen keinem Benimmregeln beibringen", erklärte sie in Bezug auf das Modulthema ‚Zusammenleben‘. Es sei wichtig, die Werte, Gewohnheiten und Bräuche Wiens den Flüchtlingen näher zu bringen. Viele der angesprochenen Situationen kämen aus alltäglichen Ereignissen im Leben der Kursteilnehmer: "Wir erklären, wie man sich in den Öffis verhält, und dass man zum Beispiel auf den Rolltreppen links gehen soll, wenn man es eilig hat, aber wenn es bequem gehen soll, man dann doch lieber rechts steht". Momentan werden die Info-Module in Arabisch und Farsi/Dari angeboten. Dies sei aber durchaus flexibel gestaltet und könne nach Bedarf um weitere Sprachen erweitert werden, hieß es am Mittwoch.

StartWien