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Halens wirbt um Quelle-Kunden

Von WZ-Korrespondentin Karin Bachmann

Wirtschaft

Schwedische Versandfirma will sich in CEE-Staaten Namen machen. | Bratislava. "Es war wirklich alles andere als ein einfaches Jahr für uns", wird Rozi Pasztelyak nicht müde zu betonen. Seit Februar lenkt die frühere Direktorin der slowakischen Tochter des Versandhandelskonzerns Quelle die Geschicke von Halens Slowakei. Davor lagen Monate des Bangens. Bis Ende Dezember kostete die Quelle-Insolvenz 27 Menschen in der Slowakei den Arbeitsplatz. Im Jänner übernahm dann die schwedische Halens-Gruppe, Nummer eins im nordeuropäischen Versandhandel und E-Commerce für Textilien, die Quelle-Töchter im Baltikum, Polen, der Slowakei und Tschechien. Mittelfristig will die Holding nach Russland und Ungarn expandieren.


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Unter dem Dach der Halens Group Europe sind rund 600 Menschen beschäftigt, nähere Angaben zur Slowakei gibt es dabei nicht. Verwaltungsratsmitglied Matthias Fink zufolge peilt die Holding heuer einen Gesamtumsatz zwischen 160 und 200 Millionen Euro an. Quelle Slowakei verbuchte zuletzt (2009) einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro.

Das werde sich jedoch sicher nicht erreichen lassen, sagt Fink. Anders als in Österreich, wo die Marke Quelle unter der Ägide des Hamburger Versandhandelsriesen Otto zum 1. Jänner 2011 wiederauferstehen soll, müssen sich die früheren Quelle-Kunden in der Slowakei auf die ganz neue Marke Halens umstellen. Da werde sicher manch bisheriger Kunde abspringen, auch wenn Halens mit Menschen über 30 erst einmal die frühere Quelle-Zielgruppe anspreche.

Um bekannter zu werden, investiert das Unternehmen derzeit massiv in Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. Allein in der Slowakei werden monatlich rund 20 neue Kataloge aufgelegt. "Kataloge bleiben wichtig, auch wenn das Geschäft im Internet selbstredend immer wichtiger wird", meint Fink. Schon bald soll Halens Marktführer in Mittel- und Osteuropa sein. Das soll vor allem durch überzeugenden Service gelingen.