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Täglicher Einkauf verteuerte sich um 2,9 Prozent.
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Wien. In der Debatte um möglicherweise ungerechtfertigte Preisaufschläge im österreichischen Einzelhandel melden sich nun die Branchenvertreter zu Wort. Untersuchungen der Arbeiterkammer (AK), die auf erhebliche preisliche Diskrepanzen zu Deutschland speziell bei Lebensmitteln und Drogerieartikeln hindeuten, weist man als "nicht nachvollziehbar" zurück. Wahr sei vielmehr, dass es "Preisunterschiede in beide Richtungen gibt", sagt Handels-Bundesspartenobfrau Bettina Lorentschitsch.
Zuletzt hatte die AK bei einer Erhebung in Köln und Wien einen "Österreich-Aufschlag" von bis zu einem Drittel bei identen Drogerieartikeln in den Filialen der internationalen Drogerieketten ermittelt. Stellvertretend für weitere lokal durchgeführte Einzelstudien ziehen die Spartenvertreter die Vergleichbarkeit und Aussagekraft dieser Erhebung jedoch in Zweifel. "Die Arbeiterkammer bildet in ihrem Preisvergleich nur einen Teil der Wirklichkeit ab", meint Bundesspartengeschäftsführer René Tritscher und kritisiert eine "nicht nachvollziehbare" Auswahl von Filialen und Produkten sowie "unzulässige" Rückschlüsse von lokalen Studien auf nationale Preisniveaus.
In der AK ist man vom Wert der Erhebungen indes überzeugt. "Wir sehen lokale Studien durchaus als repräsentativ an", betont Gabriele Zgubic, Leiterin der AK-Konsumentenpolitik. Zudem stelle man eine Vergleichbarkeit der Produkte sicher, indem man unterschiedliche Rahmenbedingungen wie den in Österreich höheren Mehrwertsteuersatz berücksichtige.
Teurer wurde der Alltag für heimische Verbraucher im März dabei in jedem Fall: Die Inflation bremste sich zwar nach 2,6 Prozent im Februar auf einen Wert von 2,4 Prozent ein, der tägliche Einkauf verteuerte sich allerdings gleich um 2,9 Prozent, wie die Statistik Austria mitteilte.
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