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SMS derzeit noch wesentlich beliebter. | Zu hohe Preise ein möglicher Grund für langsamen Start. | Wien. Als vor fünf Jahren die Technologie MMS (Multimedia Message Service) eingeführt wurde, war die Euphorie in der Mobilfunkbranche groß. Mit dieser Anwendung wurde es möglich, auch Fotos und Musik zwischen Handys zu verschicken. Vom Nachfolger der SMS wurde gesprochen. Inzwischen ist Ernüchterung eingekehrt. Das Geschäft mit den MMS wächst zwar stetig, ist aber weit nicht so groß wie erhofft.
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#Einmal alle fünf Monate
Aus den wenigen verfügbaren Daten ergibt sich, dass bei den großen Betreibern A1, T-Mobile und One im Durchschnitt ein Teilnehmer nur etwa alle fünf Monate ein MMS verschickt. Zum Vergleich: Jeder Teilnehmer verschickt durchschnittlich 15 SMS monatlich. Lediglich bei "3" halten sich die SMS und MMS nach eigenen Angaben ungefähr die Waage. Dort führt man das auf die Gratis-MMS sowie die ähnlichen Preise zurück.
Bei den anderen Betreibern sind MMS zum Teil wesentlich teurer als SMS. Vielleicht auch ein Grund, warum in Österreich letztes Jahr im Durchschnitt monatlich 133 Mio. SMS , aber lediglich circa zwei Mio. MMS versandt wurden das ist ein Anteil von nur 1,5 Prozent. Laut einer Studie des US-Marktforschungsunternehmens "In-Stat" sind die schlechte Bildqualität, die komplizierte Bedienung und Probleme bei verschiedenen Betreibern die Hauptgründe für die zaghafte Entwicklung. Die Datendienste, also SMS, MMS, Internet am Handy und Videotelefonie, machten 2005 laut der Telekommregulierungsbehörde RTR rund 11 Prozent des Umsatzes der Mobilfunkbetreiber aus. Dabei komme aber ein sehr großer Teil von den SMS. Die Betreiber wollen den Anteil der MMS mit speziellen Angeboten weiter erhöhen.
David Chamberlain, Analyst bei In-Stat, bezeichnet die MMS jedoch als "Sackgasse". Er sieht geringe Entwicklungsmöglichkeiten, da MMS nur für Handys geeignet und nicht mit dem Internet kompatibel seien.
Chamberlain sieht in Technologien wie IP Multimedia Subsystem (IMS) wesentlich größere Zukunftschancen. Dabei wird die Technologie für Telefonieren im Internet auch für den Mobilfunk angewendet und somit ein einheitliches System, in dem auch das Versenden von großen Datenmengen über das Handy möglich ist, geschaffen.
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