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Harter Kampf um Rom

Von Rainer Mayerhofer

Europaarchiv

Mitte-Links-Allianz hofft auf Revanche für Parlamentswahl. | Wien/Rom. Rund 5,8 Millionen Italiener sind Sonntag und Montag aufgerufen, in fünf Provinzen und 43 Gemeinden bei Stichwahlen Provinzpräsidenten und Bürgermeister zu wählen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Hauptstadt Rom, wo der frühere Bürgermeister und derzeitige (Noch-)Vizepremier Francesco Rutelli mit 45,7 Prozent im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit verfehlt hat und nun in der Stichwahl gegen den ehemaligen Landwirtschaftsminister Gianni Alemanno antreten muss, auf den in der ersten Runde 40,7 Prozent entfallen sind.


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Die Demokratische Partei hofft in Rom auf einen Ausgleich für die herbe Enttäuschung bei den Parlamentswahlen, wo das Mitte-Rechts-Lager in beiden Kammern eine klare Mehrheit gewonnen hat.

Silvio Berlusconis Allianz "Popolo della Liberta" (PdL, Volk der Freiheit) hofft, nach dem Sieg auf nationaler Ebene das Mitte-Links-Bündnis nach 15 Jahren auch von der Spitze in Rom verdrängen zu können. Alemanno setzte in seinem aggressiv geführten Wahlkampf vor allem auf die Themen Sicherheit und illegale Zuwanderung.

Roms Rechte fürchtet aber eine geringe Wahlbeteiligung, weil durch den nationalen Feiertag am Freitag - Jahrestag der Befreiung im Jahr 1945 - viele Römer das verlängerte Wochenende nutzen könnten.

Die Tatsache, dass Alemanno eine Wahlempfehlung der Ultrarechten annehmen wollte, die im ersten Wahlgang auf rund 3,3 Prozent der Stimmen gekommen war, hatte vor allem in der israelitischen Kultusgemeinde Roms, aber auch darüber hinaus für Unbehagen gesorgt.

Eine Reihe führender Intellektueller hatten daraufhin öffentlich ihre Unterstützung für Francesco Rutelli abgegeben. In den letzten Tagen vor der Stichwahl hatte auch eine 150-köpfige Gruppe bekannter Katholiken, unter ihnen der frühere Staatspräsident Oscar Luigi Scalfaro, der frühere Präsident des christdemokratischen Gewerkschaftsbundes, Pierre Carniti, und der emeritierte Präsident des Verfassungsgerichtshofes, Leopoldo Elia, Rutelli ihre Unterstützung ausgesprochen.