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Jetzt ist es heraußen. "Wir haben uns immer für Sport interessiert", sagt ATV-Geschäftsführer Ludwig Bauer, "aber nur, wenn er live ist". Vermutlich denken fast alle TV-Stationen so. Aber warum? Natürlich funktioniert Livesport im Fernsehen gut, Top-Events wie ein Fußball-WM-Finale oder die Abfahrt in Kitzbühel zählen zu den meistgesehenen Sendungen im ORF überhaupt. Doch je mehr live gezeigt wird, desto weniger Sendeplatz und personelle Ressourcen stehen für klassische Reportagen, Hintergrundberichterstattung und lange Interviews zur Verfügung. Der ORF überträgt jedes Jahr 10.000 Stunden live, darunter auch Handball- und Basketballspiele, Biathlon, Tischtennis und Snowboard. Natürlich glauben auch diese Sportarten, dass sie ohne Live-Übertragungen nicht überleben können, vielleicht fordern das auch die Sponsoren.
Das Journalistische bleibt dabei auf der Strecke, Interviews gibt es meist nur noch in der Flash-Version während der Wettkämpfe ("Benni - wie war’s?"), längere Berichte, in denen die Zuschauer auch wirklich etwas über eine Sportart und ihre Protagonisten erfahren können, werden immer weniger. Kritische Beiträge sowieso, aber das ist die andere traurige Geschichte, wenn Medien zu Partnern und Sponsoren von Verbänden werden.

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