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Heeres-Fallschirm für weiche Landung

Von Wolfgang Sablatnig

Politik

Gehaltsverluste durch Reform bis zu 9 Jahre abgegolten. | Regelung besser als für andere Beamte. | Bis zu 6500 Soldaten und Zivilbedienste des Militärs verlieren im Zuge der Bundesheer-Reform ihren bisherigen Job. Interne Berechnungen des Verteidigungsministeriums gehen davon aus, dass für deutlich mehr als 2000 von ihnen auch sechs Jahre nach Beginn der Reform noch keine der vorigen Position entsprechende Verwendung gefunden sein wird. Ein gesetzlicher "Fallschirm" soll zumindest die finanzielle Bruchlandung abfedern.


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Vom Nationalrat beschlossen wurde die Neuregelung bereits in der vergangenen Woche. Vorgesehen ist, dass Truppendienstzulage, Nebengebühren und Funktionszulage sechs Jahre lang in voller Höhe weiter bezahlt werden. Weitere drei Jahre bekommen die Betroffenen zumindest einen Teil ihrer Funktionszulage.

Diese Zulagenregelung ist deutlich günstiger als in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes. Generell gibt es im Gehaltsgesetz eine Zulagen-Fortzahlung für drei Jahre. Für die Polizeireform "Team 04" gab es sechs Jahre, beim Bundesheer sind es jetzt insgesamt neun Jahre.

Geld für Pendler

Ergänzt werden die Zulagen durch verschiedene Prämien. Wer von der Grundorganisation, von der Verwaltung also, in die Truppe wechselt, darf sich über einmalig 1000 Euro freuen. Ebenso viel bekommt, wer nach Umschulungen die Waffengattung wechselt, also etwa von den Panzern zur Artillerie. Schließlich werden jene Heeresbediensteten bedacht, denen ihre bisherige Kaserne geschlossen wird und die durch die Reform unfreiwillig zu Pendlern werden müssen. Sie bekommen künftig einen Mobilitätszuschuss in der Höhe von 75 bis 150 Euro pro Monat.

Analyse