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Heimische Kinos im Aufschwung

Wirtschaft
© WZ-Grafik: mozi; Illustration: Adobe Stock; Quelle: AKM (Besucher), WKO

Die Pandemie ließ die Besucherzahlen der Kinobranche in den Keller rasseln, aber langsam geht es wieder bergauf.


Es schien unausweichlich. Das Kinosterben wurde seit jeher prophezeit, Streaming-Angebote und die Corona-Pandemie sollten der sterbenden Branche nur den letzten Todesstoß versetzen. Doch so ist es nicht gekommen. Das Kino lebt und zieht mit Erfolg die Menschen wieder in seinen Bann. Es war das Zugpferd "Top Gun: Maverick", das die heimische Kinobranche im vergangenen Jahr aus dem pandemischen Tiefschlaf zog. Doch für Branchenkenner lag das Kino nie im Sterben.

Das Kino als Erlebnis ist mehr als nur eine reine Filmvorführung. Daher bleibt die Nachfrage nach einem Kinobesuch ungebrochen. "Alle Kinos sind wichtige kulturelle Nahversorger im urbanem Raum, aber vor allem auch am Land", sagt Christian Dörfler, Obmann des heimischen Kinobranchenverbandes. Für ihn ist klar, dass der Kinosaal in puncto technischer Ausstattung immer die bessere Wahl für das Filmerlebnis sein wird, sei es in 3D, IMAX-Sonderformaten oder in der Beschallung. Die Investitionen in die heimischen Kinosäle zahlen sich letztlich aus, denn unter den Besucher findet sich zum großen Teil das junge Publikum wieder – jene, die eigentlich primär Streamingdienste nutzen sollten.
"2022 war ein forderndes Jahr für uns. Umso erfreulicher ist der wirtschaftliche Aufschwung im ersten Quartal 2023", sagt Christian Dörfler. Für ihn sei das der Beweis für das Durchhaltevermögen seiner Branche. (kev)