Zum Hauptinhalt springen

Heimische Tomb Raiders

Von Francesco Campagner

Kommentare

Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 24 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

Dienstag ist einer jener Tage, die für Fensehzuseher leicht einschätzbar sind. Naturliebhaber freuen sich auf "Universum", Fußballfans auf die Champions League und eine kleine Minderheit auf "Sex and the City". Andere wieder sind süchtig nach "Am Schauplatz". Und - um es an dieser Stelle einmal mehr zu gestehen - auch ich gehöre dazu. Folglich be-

gab ich mich in der jüngsten Ausgabe mit dem "Schauplatz"-Team auf Schatzsuche und ließ mich über die österreichischen "Tomb Raiders" und "Indiana Jones"-Verschnitte aufklären. In Weinkellern und auf Deponien wurde gesucht und gefunden: Skelette, Münzen, Grabsteine und anderes mehr. Vieles geschah illegal.

Die Hobby-Archäologen sind auf die professionellen Vertreter meist nicht gut zu sprechen, und irgendwie erinnerte mich dies unvermeidlich ans Fernsehprogramm. Auch da befindet man sich als Zuseher auf ständiger Schatzsuche. Mühevoll sucht man in schweren und umfangreichen Programmheften Tag für Tag die Sendelisten der diversen Stationen ab und landet dann meist erst per Zufall bei interessanten Sendungen.

Wer dann ein wenig Pech hat, der wartet ewig auf eine Wiederholung oder bei Serien auf die Synchronisation von neuen Folgen. Stattdessen wird meist alles mehrfach abgedeckt, und die verschiedenen Sender zeigen dieselben Filme und Serien meist zur gleichen Zeit. Doch wenigstens "Am Schauplatz" ist einzigartig und ein ORF-Unikat. Möge dies auch so bleiben.