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Heute: Verweigerungshaltung

Von Reinhold Aumaier

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Muss man sich in einer Frage, bei der man genau in der Mitte gespalten ist, unbedingt entscheiden - und sei es nur für den Privathaushalt? Einerseits gönnt man jedem Tierchen sein Plätzchen und Pläsierchen - also u. a. dem Bären seine ursprüngliche Heimat; andererseits will man, als harmlos wanderndes Männlein im Walde, nicht unbedingt sein Leben aushauchen, weil man dazu gebraucht wird, um einen plötzlich auftretenden Bärenhunger zu stillen. So viel zu den "Dimensionen" am Mittwoch auf Ö1.

Muss man für schwerst Gemütskranke, die Kampf- bzw. Killerhunde "ausbilden", auch nur ein Fünkchen Verständnis aufbringen und Toleranz? Oder sich gar Sendungen, in denen diese Problematik diskutiert wird, zu Gemüte führen - wie am Mittwochabend auf ATV und im ORF? Wenn einem schon jedes Verständnis dafür fehlt, dass der Mensch zusehends auf den Hund kommt und bald schon im wahrsten Wortsinn unter ihm sein wird, eindeutig nein.

Zur ATV-Headline "Hundebisse: Gehört das Herrchen hinter Gitter?" fällt einem bloß die kürzeste und klarste aller Antworten ein. Gehört Herr Wolfgang K. bei einem Fußballspiel als Reporter hinters Mikrofon - wie am Dienstag und Mittwoch auf ORF 1? Würde eine Frau den Namen eines Spielers, der gerade am Mittelkreis in fast aller Seelenruhe und fernab jeder Gefahrenzone den Ball führt, derart künstlich erregt hinausplärren wie dieser (un)gute Mann, wäre man sofort mit dem althergebrachten Spruch vom hysterischen Weib zur Hand. Ein negatives Gegenstück zum ein Match verbal so angenehm trocken verlaufen lassenden Thomas König musste wohl her . . . 's wär gar zu schön gewesen. Also - plärrt Koczi, quatsch Olschewski (bespricht immer noch ZIB-Beiträge in einer Art, dass der Sau graust): Ton ab. Notwehr muss sein!