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Soziale Auffälligkeit bei Kindern kann ein Anzeichen für Hochbegabung sein. Auffällig ist, dass dies heutzutage bei immer mehr Kids vermutet wird. Eltern werden von Pädagogen nahezu dazu gedrängt, entsprechende Tests vornehmen zu lassen, sobald ein Kind sich auf gewisse Art und Weise anders verhält. Da dies immer häufiger der Fall ist, müsste mittlerweile jedes zweite Kind hochbegabt sein. Dass dies in Wahrheit nur zwei bis drei Prozent der Bevölkerung betrifft, lässt die Sache undurchsichtig werden.
Soziale Mankos sind leider immer häufiger zu finden. Vielleicht sollte hier nicht die Ausrede Hochbegabung hergehalten werden, sondern nach Lücken in der Erziehung gesucht werden. Denn vielleicht sind die sozialen Fehlleistungen zwischen immer mehr Kindern auch darauf zurückzuführen, dass sie sich geistig fast nur noch von den vielfach hochgelobten Neuen Medien "ernähren", ihre Sprache auf Likes beschränken und ihrer Spielleidenschaft über Datenleitungen nachkommen. Aufgabe der Eltern ist es, hier zu führen.
"Jedes Kind wird mit denselben Begabungen wie Neugier, Offenheit, Gestaltungslust, Empathie- und Begeisterungsfähigkeit und zusätzlichen individuellen Talenten geboren", meint der deutsche Hirnforscher Gerald Hüther. Die Kinder in diesen Bereichen zu füttern, ist für das soziale Verhalten wesentlich mehr wert. Kommunikationsfähigkeit und der Respekt anderen Menschen gegenüber sind Talente, die verloren gehen. Mit deren Erhalt hingegen wird vielleicht auch wirklich Hochbegabten das Leben leichter gemacht.

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