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Hunde und Menschen

Von Hans-Paul Nosko

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Die Ö1-Sendung "Moment - Leben heute" beleuchtete am Montag ein brisantes Thema: "Die Stadt und die Hunde." Da das Verhältnis zwischen deren Besitzern und dem Rest der Bevölkerung oft sehr emotional besetzt ist, war eine sachliche Abhandlung geboten. Dies gelang auf der ganzen Linie.

Zunächst kamen die wichtigsten Bestimmungen des Wiener Tierhaltegesetzes zur Sprache: So etwa, dass ein völlig freies Umherlaufen ohne Leine und Beißkorb nur in den 109 Wiener Hundezonen erlaubt ist oder, mittlerweile wohl bekannt, dass die "Hinterlassenschaften" der Vierbeiner von deren Haltern zu entsorgen sind.

Aber die Sendung ging über das "Wer-darf-was-und-was-Nicht" weit hinaus. Experten erklärten Eigenarten im Verhalten der Tiere und gaben Tipps: Wenn ein Hund den Beißkorb verweigert, helfe es, ihm ein Blatt Extrawurst in denselben zu legen, um ihm diesen "schmackhaft" zu machen. Hunde, die einander zufällig begegnen, beschnüffeln den Boden, um einander mitzuteilen, dass sie trotz größter Nähe keine Revierkämpfe austragen wollen. Wer weiß das schon?

Auch der Tipp für Jogger, die sich Hund und Herrl von hinten nähern, diese durch Zurufe zu warnen, war gar nicht so übel; in der Praxis weichen jedoch oft alle drei in dieselbe Richtung aus. Und dann kann man nur hoffen, dass der beste Freund des Menschen einen Beißkorb trägt - obwohl er vielleicht dem Gesetz nach gar nicht dazu verpflichtet wäre.