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Längst vergessen sind die Erzählungen der Großeltern vom Rohrstaberl in des strengen Lehrers Hand. Heutige Pädagogen dürfen ihre Schüler nicht züchtigen. Ihr Rollenbild entspricht eher dem von Ersatzeltern.
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Der Lehrberuf lag bei Franz-Joseph Grobauer in der Familie, schon seine Eltern waren beide Pädagogen. "Ich hatte somit immer ein positives Empfinden gegenüber der Schule, und so bin ich ihr erhalten geblieben", erzählt der engagierte Lateinlehrer. Dass er in seinem Beruf nicht reich werden würde, "war mir von vornherein klar". Trotzdem klemmte sich Grobauer hinter das Lehramtsstudium, das "in ca. zehn Semestern zu schaffen sein sollte".
Was den 39-Jährigen von seinen Eltern vor allem unterscheidet, sind die Anforderungen, die an heutige Lehrer gestellt werden: "Wir müssen mit neuen Medien ebenso gut umgehen können wie mit administrativen Aufgaben und den Sorgen unserer Schüler. Mitunter fühlt man sich da beinahe wie ein Ersatzvater." Das negative Image der Lehrerschaft in der Öffentlichkeit kann ihn nicht verunsichern.
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