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Mit dem Understatement "klüger kann man immer werden" tritt Christoph Thun-Hohenstein ein Erbe an, das bekanntlich mehr auf Gegenwartskunst als auf die Kompetenzen eines Museums angewandter Kunst Wert legte. Er krempelt mit wenig großen Namen aber verstärkter Einbeziehung seines Mitarbeiterstabs, der die neue Demokratie genießt, und des Publikums bis 2013 alles um.
Er beteuert aber, trotz Rückkehr zu alten Stärken auch die seines Vorgängers zu nutzen. Auf jeden Fall tut er es stiller, doch konsequent.
Das Direktionsbüro belassen heißt, wie flexible Wandsysteme am richtigen Platz sparen. Das EU-Projekt Triennale 2014 ist ihm international genug. Dass zur Angewandten Thuns ehemalige Agentur departure kooperativ eingebunden wird, war abzusehen. Der CAT, häufig mit dem Zug zum Flughafen verwechselt, heißt nun MAK Tower. Die zuletzt oft leer stehenden Ausstellungshallen sollen mit Exponaten und Kompetenz aus dem Haus gefüllt werden. Alle zwei Monate in den erweiterten Kernbereichen wie "Wien um 1900" Änderungen zu machen, ist effektiv und nicht teuer. Löblich auch die Einbeziehung anonymer Architekturen aus China und Japan als Thema einer Schau. Der neue Schindler-Preis für Architektur ist durch seine Nähe zum Kiesler-Preis aber zu hinterfragen.
Erst einmal zieht Klimt in den Gegenwartskunstraum unter dem Dach und die Zeitgenossen mit Design in den Gefechtsturm, der aber bekanntlich nur von März bis Oktober nutzbar ist. Dafür sollen Highlights des Hauses in drei ständig wechselnden Ausstellungsmodulen sichtbar werden, mehr Teppiche, mehr Textil und auch Fashion.
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