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Ein neuer Roman von Wolfgang Fritz erzählt amüsant das Schicksal des bis 1970 einzigen Sozialdemokraten im Finanzministerium.
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Wer ist wer? Hat es sich wirklich so abgespielt? Wo wurden Personen und Ereignisse, die miteinander gar nichts zu tun hatten, zu kunstvoller Glaubwürdigkeit miteinander verbunden?
Diese Fragen beschäftigen, wie Sektionschef Wolfgang Nolz bei der Präsentation des Buches bestätigte, Finanzministerium-Insider angesichts des Romans "Das Bollwerk". Die Ausgangssituation: "1970 hatten die Sozialdemokraten, angeführt von einem großen Zauberer, auch unser Ministerium, ein Bollwerk der Konservativen, das noch nie in seiner Geschichte einen Roten an seiner Spitze gesehen hatte, erobert. Und da regierten sie nun, nach der Art einer Besatzungsmacht, misstrauisch beäugt von der angestammten Beamtenschaft."
Wolfgang Fritz, auch Autor einer Geschichte der Finanzminister seit 1848 ("Für Kaiser und Republik"), hat nun Anekdotisches, Menschliches und Allzumenschliches, vor allem aber köstlich Unterhaltsames in einen Roman gepackt. Er lässt darin tief in die Beamtenseelen in einem "in Umfärbung" befindlichen Ministerium blicken.
Wolfgang Fritz: Das Bollwerk, Edition Atelier, Wien 2004, 238 S., 21 Euro, ISBN 3-85308-098-7.
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